Der Poliziotto

Roberto Rossi ist ein Poliziotto: faul, korrupt, aber sympathisch. Er regelt den Verkehr in Urbino: 16.000 Einwohner, sehr italienisch, sehr malerisch – sieht man einmal ab von der Frauenleiche im Keller tief unter dem Palazzo Ducale. Ein Giftmord offenbar. Da das Noro-Virus fast alle Carabinieri und Kriminalpolizisten vorübergehend aus dem Verkehr gezogen hat, muss ausgerechnet Roberto, der nicht übermäßig helle Streifenpolizist, die Aufklärung des Verbrechens übernehmen.

Und das gelingt ihm am Ende, unterstützt von seinen Freunden, von Bekannten, die ihm etwas schulden, und auch mit Hilfe seines nervigen und von ihm über alles verhassten neuen Nachbarn – der sich als pensionierter Kripokommissar aus München entpuppt.

Der Kriminalroman “Der Poliziotto” spielt in der kleinen mittelalterlichen Stadt Urbino in den Marken.

Urbino gilt als eine der besterhaltenen Renaissancestädte in Italien. Im 15. Jh. wurde Urbino praktisch aus einem Guss von Herzog Federico da Montefeltro erbaut. Im Zentrum steht der Palazzo Ducale mit seinen minarettartigen Zwillingstürmen.

 

In Urbino ist sowohl alter Adel zu Hause als auch junge Wissenschaft. Jeder scheint hier einen akadamischen Abschluss zu haben. Roberto Rossi, der Poliziotto, nicht. Der gehört zu den Urbinati, wie die Einwohner Urbinos genannt werden, deren Familien aus in den ländlichen Gebieten ringsherum stammen.

Roberto ist konservativ. Sein telefonino ist noch ein Nokia 6310, und er fährt einen uralten Cinquecento Nuova mit 18 PS. Das Wort smartphone käme ihm nie über die Lippen – schon alleine weil er gar nicht weiß, was das sein soll, ein smartphone. Und er ist abergläubisch, sehr abergläubisch. Deshalb hat er immer eine Prise Friedhofserde in der Hosentasche, für die schnelle Abwehr von bösartigen Zaubern und fiesen Geistern

 

Roberto im Alter von einem Jahr..