Der Poliziotto tappt im Dunkeln

 

 

 

 

Die Krimikomödie “Der Poliziotto” brauchte dringend eine Fortsetzung. Roberto Rossi, der Verkehrpolizist in Urbino, ist ein Protagonist, der mir als Schriftsteller einen Riesenspaß macht: er hat von polizeilicher Ermittlung keinen Schimmer, und wenn er nicht seine vielen Freunde und die Menschen hätte, die ihm etwas schulden – er würde kläglich versagen.

Aber in einer Kleinstadt wie Urbino, in der außerdem noch der Verkehr der engen Gassen wegen stark reglementiert werden muss, hat ein Verkehrspolizist eine große Macht. Ständig parkt einer falsch, fährt in die Altstadt ein, ohne die nötige Lizenz zu haben, oder macht sich wiederholt irgendeines kleinen Vergehens schuldig, das, wenn Roberto es jedesmal ahnden würde, dem Verkehrssünder teuer zu stehen käme. Roberto hat die italienische Methode voll drauf: dosiertes Ermahnen, manchmal Bestrafen, manchmal so tun als ob und sich dann doch besänftigen lassen, allerdings gegen entsprechende Gegenleistung: zum Beispiel ein paar Schuhe mit Massai Barefoot Technology oder ein quarto vino bianco mit Oliven und Pecorinowürfeln…